Unser Blog

Wir möchten mit dem Blog den Betrachtern unserer Webseite die Möglichkeit geben noch einiges mehr über Südafrika zu erfahren.

Berichte über unsere große Reise, Berichte über kleinere Ausflüge, Tagesausflüge von unserm Gästehaus Haus Perlenblick und auch die Gegend rund um Paarl werden hier beschrieben und bebildert.

Dieser Blog soll auch eine lebendigere Ergänzung zu unseren Themen Ausflüge und Tagestouren unserer Webseite sein und Lesern über eine längere Zeit unsere schöne Wahlheimat näher bringen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Verfolgen der Beiträge.

Alle die hier aufgeführten Ziele und Touren können Sie auch gern nach Anfrage mit Logbook Tours als geführte Reisen unternehmen.

Samstag, 28. Mai 2016

Quer durch Südafrika, Teil 23, von Bathurst nach Plettenberg Bay

Es ist Samstag der 28. Mai 7.00 Uhr im Hotel Bathurst. Wir sind aufgestanden und wollten uns hübsch machen, da kam kein Wasser aus den Hähnen. So sind wir, oh sorry nur ich, unhübsch zum Frühstück gegangen. Es war etwas zu zeitig und wir vertrieben uns mit dem Pfau die Zeit. Wir hofften, er schlägt zum Abschied ein Rad aber das Luder hatte auch keine Lust.

Bald nahmen wir an unserem Tisch platz. Der Tisch war noch mit all den Gläsern für Wein zum Dinner eingedeckt. Nach einer Weile kam dann auch der Kaffee und so nach und nach die anderen Zutaten. Englisch Breakfast ist nicht wirklich unser Ding, doch wir leben hier und das gehört zu diesem Land. So vertilgten wir die fetten und scharfen Zutaten und tranken einen Ananassaft ohne Eis zum Abschluss.

Dann ging es auf die Straße nach Port Alfred und auf der R72 entlang der Küste über Alexandria zur N2, Für den Heimweg wählten wir die Garden Route. Auf der Autobahn sind wir an den Salzlaken vorbei, wir sahen die Autotransporter mit den Wiedabbelju ( zu deutsch: VW) beladen Schlange stehen und fuhren weiter durch Port Elisabeth. Weiter bis Jeffrey´s Bay zum Tanken, durch den Tsitsikamma und erreichten gegen 12.00 Uhr das Weingut „Bramon“. Die touristischen Highlights der Garden Route kennen wir alle und machten deshalb keinen Stop im Tsitsikamma.

Hier schauten wir uns selbstverständlich etwas um. Es war Samstag und das Restaurant voll, so entschieden wir uns zur Weiterfahrt und kehrten in Plettenberg Bay in das Cafe Berlin ein. Hier nahmen wir Espresso und Kuchen. Bald wurden wir von Deutschen am Nachbartisch angesprochen, die uns gleich über das schöne Land und die Attraktionen um Plettenberg Bay aufklärten. Wir hörten gern zu und wollten ihre Begeisterung nicht unterbrechen. Wir hätten ja auch noch etwas neues kennen lernen können.

Wir entschlossen uns hier in Plettenberg Bay zu übernachten. Bei Südafrikaurlaub.net schauten wir nach einem Gästehaus und entschieden uns für das „Gästehaus Pinkepank“. Wir riefen an und buchten uns für 17.00 Uhr ein.

Dann wollten wir im „Robberg Nature Reserve“ uns etwas umschauen, doch der Nebel wurde immer dichter und wir kehrten am Eingang um. So bummelten wir durch die Stadt. Wir waren schon oft in Plettenberg Bay, doch nie zuvor im Zentrum, da waren wir baff. Eine solche Ordnung und Sauberkeit einer Innenstadt wäre selbst in Europa weit über dem Durchschnitt. Wir bummelten die Hauptstraße entlang, sahen uns um und staunten immer wieder über dieses Ambiente. Trotz des schlechten Wetters und dem Samstag Nachmittag, wo die meisten Geschäfte geschlossen hatten, war es ein schöner Stadtbummel. Dann fuhren wir noch kurz zum Strand, wo dieses große Hotel steht, doch der Nebel nahm uns die Freude am Strandspaziergang.

Gegen 17.00 Uhr waren wir am „Gästehaus Pinkepank“ und wurden von Lutz Pinkepank herzlich begrüßt. Er zeigte uns unser Zimmer und wieder waren wir baff. Es fehlt an nichts, es ist blitzsauber und sehr groß. Nun hatten wir zuerst die Morgentoilette nachzuholen und machten uns im großen Bad, mit allem was das Herz begehrt, schmuck.

Dann hatte uns Lutz im Aufenthaltsraum Tipps für die Restaurants gegeben und wir fuhren zum "The fat fish", wo er uns zum Glück schon eingebucht hatte. Hier gab es wirklich frischen leckeren Fisch.


Wieder zurück im Gästehaus unterhielten wir uns noch lange mit Lutz und er bestärkte uns darin, uns das „Robberg Nature Reseve“ am nächsten Tag anzusehen.  



Wir warteten vergeblich auf ein Rad.

Impressionen von unterwegs.

Entlang der Garden Route.

Salzgewinnung bei Port Elisabeth.

Wie man sieht ist VW hier beheimatet.

Weiter in Richtung Plettenberg Bay.

Im Tsitsikamma kam Nebel auf.

Die blühende Garden Route im Tsitsikamma.

Das Bramon Weingut.

Auch im Eastern Cape gibt es Wein.

Das Sortiment des Weingutes.

Endlich wieder Sonnenschein.

Cafe Berlin, nicht wirklich toll.

Das Beacon Island Hotel von Plettenberg Bay.

Hier könnte man schön spazieren

und essen gehen.

Kinder angeln in der Lagune.

Leider machte uns der Nebel das Leben schwer.

Plett ist eine blitzsaubere Stadt.

Wir genossen unseren Stadtbummel.



Freitag, 27. Mai 2016

Quer durch Südafrika, Teil 22, von Cathcart nach Bathurst

Schon früh 7 Uhr starteten wir in Cathcart, denn wir hatten einiges vor an diesem Tage.
Wir fuhren  durch landschaftlich schönes, abwechslungsreiches Farmland auf der R 345 nach Hogsback und kamen 8.45 Uhr an unseren ersten Zielort des Tages. Lange glaubte man, der Schriftsteller JRR Tolkien, Verfasser von "Herr der Ringe", wurde hier geboren und verbrachte die ersten Lebensjahre hier. Nach diesem Besuch konnten wir uns sehr gut vorstellen, dass dem damals kleinen Buben die Eindrücke dieser Umgegend zu Träumereien bewegt haben könnten und nachhaltig in Erinnerung geblieben sind. Leider ist es nicht wahr, der Schriftsteller wurde in Bloemfontain geboren.

In Hogback hielten wir zuerst an der Kirche St. Patrick´s-On-The-Hill. Hier schauten wir uns um, gingen durch den Garten zum Wanderweg Prayer Walk, doch den zu gehen hätten wir zu viel Zeit gebraucht. So fuhren wir weiter in den Ort zu unserem nächsten Ziel, das Hogsback Arboretum. Ein Wald wie im Märchenland. Wir spazierten zum Wasserfall und durch den Urwald und waren beeindruckt von dieser Natur. Zwischen 9 und 10 Uhr spazierten wir in dem Wald umher und staunten über die riesigen Bäume, die Farne und den Wasserfall. Dann sind wir zurück zur Straße und weiter durch die lockere Ortschaft.

Wir kamen an „Camelot The Fairy Realm“ vorbei, waren neugierig, drehten um und schon waren wir drin, drin in einer anderen Welt. Gleich am Parkplatz war ein großes Stück Eisen, auf dem die Besucher aufgefordert worden, mit dem Hammer sich bemerkbar zu machen, was wir auch taten. Nach kurzer Zeit kam ein Hund gesaust um zu prüfen, wer denn da ist. Nach kurzer Schnupperprobe waren wir Freunde und das Herrchen traute sich zu uns um einen kleinen Obulus zu verlangen und uns sein Reich und die Historie dazu zu erklären. Wir schauten uns den ganzen Garten mit zig Figürchen und Figuren an und Gefühle, Neugier, Begeisterung und Verständnis fuhren Achterbahn. Ist es Kitsch? Ansichtssache. Ist es Kunst? Ja. Ist es mit Sinn und Hintergrund?  Ja. Ist es unterhaltsam? Ja. Vermittelt es Lebenserfahrung? Ja. Ist es langweilig? Nein. Für uns war es diesen Besuch wert.

Jetzt setzten wir unsere Reise nach Süden Richtung Küste fort. Nach Hogback ging es auf der R345  über Asphalt zur R63 vorbei an Fort Hare bis kurz vor King William´s Town. Es war wieder eine landschaftlich sehr schöne Strecke. Dann ein kurzes Stück auf  die N2 und in Peddie auf die R72 in Richtung Hamburg bis Wooldrigge und weiter auf  der R72 nach Port Alfred. In Port Alfred suchten wir zum zweiten Male vergeblich nach einem guten Fischrestaurant und gaben uns, wie schon vor vier Jahren mit dem Fischimbiss zufrieden. Dann ging es auf die R67 nach Bathurst zur Ananasfarm.

Hier schauten wir uns um und bestiegen die riesige Annanas, wo wir uns in ihrem „Bauch“ die Ausstellung anschauten und zwei leckere Früchte kauften. Freitag, schönes Wetter, gegen 14.00 Uhr, da wollten wir die Dame nicht mehr länger belästigen. Wir schauten kurz zum gegenüberliegenden Hotel, es war uns etwas zu ruhig und so entschlossen wir uns, nach Port Alfred zurück zu fahren. Hier fuhren wir kreuz und quer durch den Ort und es fehlte uns der Kick, nichts war ansprechend.

So ging es zurück zum Hotel Bathust auf der Ananasfarm, wo wir einbuchten. Da es noch nicht so spät war, besuchten wir noch Bathurst selbst, ein kleiner Ort mit mehreren touristischen Zielen. Da war das Toposcope, die Centenary Memorial Hall, viele Souvenierläden, alles nicht so aufregend. Da ging es noch zu einer Mühle, die wir sehen wollten. So fuhren wir gerade über die Kreuzung, die Straße wurde zum Feldweg, wir fuhren weiter. Dann kam ein Wegweiser zur  Mühle rechts. Das war dann nur eine Fahrspur zwischen den Bäumen und man musste auf die Zweige der Akazien acht geben. In der Ferne eine Einfahrt, die beim näher Kommen verschlossen war. Sch..., auf einer Fahrspur zwischen den Bäumen umdrehen, Zähne fletschen, Gabi aussteigen und auf Akazien achten, so drehten wir um.



Die Fahrt ging zurück zum „Summerhill Inn“. Hier bezogen wir unser riesiges Zimmer und setzten uns auf die Freifläche vor dem Restaurant. Wir hatten unser Messerköfferchen bei uns und zerlegten die frische Frucht mit dem größten Messer. Da stolzierte auch schon ein Pfau an uns vorüber. Wir genossen die Zeit und die Ruhe bis zum Abendessen. Die Tische im Restaurant waren alle voll eingedeckt und das nahm fast die ganze Tischfläche ein. Wir bestellten Ananassaft und dieser kam  zur Geschmacksneutralität heruntergekühlt, mit Eis, was sehr oft in Südafrika passiert.

 Das Natursteinmauerwerk wirkte auf uns als säßen wir in einer alten Burg und wir freuten uns auf die angebotene heiße Hühnersuppe um die Lebensgeister wieder zu wecken. Die Suppe kam, war auch heiß, doch eher eine Pilzsuppe, egal sie schmeckte gut. Als Hauptgang hatten wir nur Hühnchenleber  gewählt, auch die schmeckte recht gut. So gingen wir auf unser Zimmer, luden alle Fotoapparate, die Kamera und die Telefone. Bald war es dann auch Schlafenszeit.




Eine interessante Fahrt nach Hogsback.

Auf in die Amathole Berge.

St. Patricks Church ist ein wahres Kleinod.

Klein aber fein ist es drinnen.

Wir sind im Hogsback Arboretum.

Riesige Bäume ragen aus dem Urwald.

Einen Wasserfall gibt es auch.

Wie im Herr der Ringe Film.

Der Ort selbst ist rechts und links der einen Strasse verteilt.

Wir sehen uns Camelot , the fairy realm an. 

Ein Drache empfängt uns am Eingang.

Der Meister von Camelot.

Verwunschene Wege führen zu den Feen.

Reimar zeigt mir eine Nixe am Wasser.

Hier ein anderer Geselle.

Nur wenige Kilometer weiter ist eine völlig andere Landschaft.

The big Pineapple in Bathurst.

Wir erkunden das Innere des Ananasgebildes.

Ich bin ganz ober auf der Aussichtsplattform.

Ein kunterbuntes Haus in Bathurst.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Quer durch Südafrika, Teil 21, von Maseru nach Cathcart

Es war der 26. Mai, kalt auf 1517 Metern, doch da diese Unterkunft so gut ausgestattet war, kein Problem. Wir gingen schon 7.00 Uhr zum Frühstück in den geheizten Raum und bekamen ein „full Englisch Breakfest“. Eigentlich nicht unser Geschmack, doch im „Mohokare“ war es ganz anders, als wir es kennen. Niemals hatten wir einen solchen mageren Schinken, niemals eine solche magere Wurst mit einen ausgezeichneten Geschmack als englisches Frühstück bekommen. Wie wir schon bei den Bewohnern der Höhlen gesehen hatten, sind die Schweine hier in Lesotho von einer uns bisher unbekannten Rasse, sehr schlank, sehr wendig und aktiv. Genug der Schwärmerei, es war einfach lecker.

Wir machten noch Fotos vom „Mohokare Gästehaus“ und vor allem vom kleinen Weinquartier in 1517 Meter Höhe.

So verließen wir gegen 8.00 Uhr das Gästehaus und fuhren auf einer Nebenstrecke um Maseru herum. Eine beeindruckende Landschaft und einige Kilometer weiter wieder das für uns angenehme, saubere Lesotho. So trafen wir bei Mantsebo auf die A 2, auf der wir dann über Motsekuoa, Mafeteng bis zum Abzweig zum Grenzübergang  Sephapo´s  Gate fuhren. Es war eine Staubstraße über Meeling zu dieser Grenzstelle.

 Das war auch eine lustige Geschichte. Die Beamten waren sichtlich erstaunt, als ein ihnen unbekanntes Auto ankam. Dann stiegen Leute aus, deren Pässe sie noch nie gesehen hatten. Man rätselte, woher wir kommen und als Gabi das Rätsel löste waren sie wirklich gut drauf. Sie waren überhaupt sehr nett und gesprächig. Zur Daseinsberechtigung kam der Zollbeamte zum unbekannten Autotyp, fragte was das für ein Auto sei und ließ sich den Kofferraum zeigen. Er war zufrieden wünschte uns eine gute Reise und SCHLOSS 10.00 UHR DEN SCHLAGBAUM AUF, richtig mit Vorhängeschloss. Das war schon ein tolles Erlebnis. Wobei wir sagen müssen, ein normaler Mensch aus dem Ausland kommt hier auch nicht hin.

So fuhren wir die Staubstraße durch das Farmland bis wir die R 26 nach Zastron erreichten, dann  weiter auf der R726,  wo wir vor Sterkspruit den Oranie überquerten und weiter nach Lady Grey kamen. Hier fuhren wir aber nicht in den Ort, sondern ein Stück weiter bogen wir in die R392. 80 Km Staubstraße lagen vor uns, doch wir hatten keine vernünftige Alternative. Es gibt auch zwei Ortschaften laut Karte, also was soll da noch schief gehen.

 Belohnt wurden wir mit einer unbeschreiblichen Landschaft und zwei Straßenhobeln, die für die letzten 30 Km schon gute Arbeit geleistet hatten. Wir kreuzten dann Dortrecht, hier hätten wir wieder übernachten können, doch war es noch zu früh am Tage. So ging es weiter Richtung  Süden nach Queenstown. Hier wollten wir nicht wirklich bleiben und so tankten wir und ab die Post auf die N6 bis Cathcar. Hier suchten wir im Ort eine Unterkunft und fanden diese auch. Ein Cottage mit Selbstversorgung.

So gingen wir in dem Ort zum „Supermarkt“. Wir wissen nicht, ob uns alle Leser dieses Erlebnis glauben, vielleicht hätten wir es selbst niemandem abgenommen. Man tritt ein und links die Konfektionsabteilung mit Kitteln, Arbeitshosen, Unterwäsche und Hemden. Dahinter lagen Säcke mit Zucker, Mehl und sicher auch Hühnerfutter. Weiter links im Raum eine Stihl Kettensäge an der Wand, Werkzeuge verschiedenster Art, Autoreifen in den gängigsten Größen. Darunter Konserven, Brot und Honig, Eier, Wasch- und Putzmittel bis zur warmen Theke mit gekochten Eiern, Pie und anderen warmen Leckereien. Weiter geht die Runde mit Obst, Gemüse, Geschirr und verschiedensten Küchenutensilien, dann eine Gefriertruhe mit Fleisch und Wurstwaren sowie Gemüse. Es war ein Anblick, den wir unser Leben lang nicht vergessen werden. Mit unseren Einkäufen gingen wir zum Cottage und verzehrten unser Abendessen am Schreibtisch, denn draußen war es schon zu kalt geworden.


Ein Tag mit herrlichen Landschaften und einzigartigen Erlebnissen ging zu Ende.



Nicht das gesündeste Frühstück, aber dennoch gut.

Weinstöcke in Maseru am Hotel.

Eine tolle Landschaft bietet Lesotho.

Wir waren die Ersten an diesem Tag an der Grenze.

Ein Fluss windet sich durch die Natur.

So werden schwere Einkäufe nach Hause gebracht.

Traumhaft schöne Landschaft.

Hier hört wieder einmal die Teerstraße auf,

um durch Farmland zu führen.

Sie liefern das Wasser für die Tiere.

Wir lassen die Blicke in die Ferne schweifen.

Ein Pass entlang unserer Fahrtstrecken.

Eine Brücke im Nirgendwo.

Einfach malerisch schön.

Hier wohnt schon lange keiner mehr.

Der hat auch schon bessere Zeiten gesehen.

Sie machen den Weg für uns glatt.

Die letzten 30 km waren gut zu fahren.

Weites Land, fast Menschenleer.

Der Allround Supermarkt von Cathurst.

Unser Cottage für die Nacht.