Unser Blog

Wir möchten mit dem Blog den Betrachtern unserer Webseite die Möglichkeit geben noch einiges mehr über Südafrika zu erfahren.

Berichte über unsere große Reise, Berichte über kleinere Ausflüge, Tagesausflüge von unserm Gästehaus Haus Perlenblick und auch die Gegend rund um Paarl werden hier beschrieben und bebildert.

Dieser Blog soll auch eine lebendigere Ergänzung zu unseren Themen Ausflüge und Tagestouren unserer Webseite sein und Lesern über eine längere Zeit unsere schöne Wahlheimat näher bringen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Verfolgen der Beiträge.

Alle die hier aufgeführten Ziele und Touren können Sie auch gern nach Anfrage mit Mahali Reisen als geführte Reisen unternehmen.

Donnerstag, 17. März 2016

Eine neu entdeckte, abwechslungsreiche Tour

Heute berichten wir über eine der abwechslungsreichsten Touren vom Haus Perlenblick, die man an einem Tage als Rundfahrt unternehmen kann.

Wir starten am Morgen nach dem Frühstück in Paarl, fahren im Weinland zum Franschhoek Pass und über das felsige Gebirge zum Naturschutzgebiet entlang des Theewaterskloof Dammes. Hier endet ein riesiges Obstbaugebiet, welches von Worchester bis zu diesem See reicht. Anschließend folgen die  weichen Hügel des Getreidebaugebietes um Caledon und geben dem Betrachter ein wunderschönes Bild in den verschiedensten Farben, je nach Jahreszeit.

Ein Stop in Dassiefontain birgt ein Erlebnis der besonderen Art, wer dort ist, sieht es. Ehe der Kaufrausch die Gäste übermannt, geht es in rascher Fahrt nach Caledon, wo wir den Weg nach Hermanus nehmen. Nach wenigen Kilometern führt uns die Passstraße nach unten in das Tal "Hemel en Aarde" ("Himmel und Erde"). Auf die Geschichte dieses Tales gehen wir hier im Beitrag nicht ein, das wäre zu lang. Der Blick vom Pass auf das Land unterhalb ist sehr beeindruckend und auch hier je nach Jahreszeit unterschiedlich.

Noch beeindruckt vom Ausblick erreichen wir schon das erste Weingut, "Creation" am Mount Babylon. Wir fahren hinein und sind überrascht. Ein Restaurant mit traumhaftem Ausblick, Weinproben in verschiedenen Kombinationen und das ganze Drumherum ist einfach toll.

Unsere Fahrt geht weiter durch dieses schöne Tal, wo sich nach jedem Kilometer ein anderes schönes Landschaftsbild zeigt, wie zum Beispiel,  traumhaft gelegen, eine alte Kirche thronend auf dem Berg.

Bald lesen wir an einem Eingang „Ataraxia". Selbstverständlich fahren wir hinein. Es geht einige Zeit durch den Wald, bald durch Weinquartiere und plötzlich sehen wir vor uns die wunderschöne Kirche, die ich schon auf vielen Fahrten durch dieses Tal als Motiv für ein Foto gewählt hatte. Hier drinnen ist Weinverkostung? Wir können es kaum glauben, gehen hinein und stehen in einem unglaublich beeindruckendem Ambiente. An einem Tisch sitzen schon zwei Paare aus der Schweiz und loben den Wein in den höchsten Tönen. Auch wir kamen  um das Riechen und nippen am Wein nicht herum. Es war ein besonderes Erlebnis und keinesfalls der letzte Kirchengang.

Noch beeindruckt und schwärmend von dem herrlichen Ausblick sind wir bald an der Einfahrt zu "Newton Jonson", ein Weingut, was ich schon vor Jahren mit Gästen besucht hatte. Es hat sich nichts verändert, es ist immer noch schön. Das Restaurant bietet einen Blick durch das Tal bis zum Wasser, hat aber leider nicht die ganze Woche geöffnet.

 Generell gilt, dass wir in unseren Beiträgen die Öffnungszeiten, wenn überhaupt, nur als Momentaufnahme nennen können. Grundsätzlich sollte man sich vor dem Ausflug informieren!  

Wieder auf der brandneuen Asphaltstraße zum nächsten Hinweisschild, "Sumaridge" steht geschrieben und wir fahren den Weg zu einem für Südafrika doch etwas ungewöhnlichem Gebäude. Es ist wirklich sehr ordentlich und gepflegt, fällt aber durch seine Architektur etwas auf. Es ähnelt einem europäischen Herrenhaus, was aber durchaus seinen Reiz hat. Auch Park und Teich sind sehr gepflegt und der Rasen erinnert an einen Golfplatz. Innen ist es auch sehr geschmackvoll eingerichtet. Die Tafel mit dem Menü lädt zum Bleiben, doch wir ziehen weiter, ohne Weinprobe und mit knurrendem Magen. Wie haben noch viel zu tun an diesem Tage.

"La Vierge", schon mehrmals besucht, die Gäste waren begeistert, habe ich meinem Mitreisenden, Chauffeur und Weinberater gezeigt. Auch er war angetan vom Restaurant mit unglaublichem Blick und sicher war es schwer, das Nein zur Weinprobe dieser jungen Dame gegenüber durchzusetzen. Schweren Herzens ging es wieder an die Arbeit.

Auf zum nächsten Weingut, „Bouchard Finlayson“.Schwer fanden wir den Eingang, die Ausschilderung war schlecht, doch aufgeben, das gibt es in unserer Spätjugend nicht. So fanden wir den Weg zum Weingut und zum Keller oben am Berg. Einfach unglaublich dieses Ambiente, man fühlt sich sofort wie eingeladen. Hier steht man am Eingang und wird wie von einem Magnet hineingezogen und des Sehens nicht satt. Da liegen die Flaschen an der Wand aufgestapelt. Das Gewölbe zieht den Betrachter weiter zum Keller mit Tisch und Stuhl, ein Klavier steht auf einer kleinen Bühne und man ist in seinen Gedanken mittendrin, mitten in einer berauschenden Atmosphäre. Somit war ein bisschen schnuppern und naschen an den Lagerbeständen unumgänglich.

Das nächste und  älteste Weingut des Tales, "HamiltonRussel" ist noch vollständig erhalten und macht einen gepflegten Eindruck. Es ist schön hier. Ein Haus im Kapholländischen Baustiel, gelegen am See mit Terrasse lädt auf seine reizvolle Art auch wieder zum probieren der Weine ein. Besonders an kalten Tagen ist es von Vorteil hier die Weine am Kamin zu probieren. Wer sich für diese Architektur interessiert ist an diesem Platze richtig. Auch ist  die Farm an sich recht sehenswert, weil sie in ihrer Ursprünglichkeit erhalten ist.

In der Zufahrt zur nächsten Weinfarm ging es den Feldweg etwas holprig zum Hauptgebäude. Doch dieses lag thronend gegenüber und links daneben eine alte Ziegelei was ein reizvolles Bild von "SouthernRight" gab. Auch hier war ein Kamin im Probierraum, so dass ein Verweilen am Regentag eine gute Alternative für Urlauber aus Hermanus ist.

Es ist nur ein kurzer Weg von unserem letzten Weingut zur Straße von Hermanus. Hier müssen wir ganz individuell entscheiden, was wollen wir noch sehen, was wollen wir noch tun und wie viel Zeit verbleibt uns bis zum Sonnenuntergang.

Vieles kann man auf den Rückwegen noch tun. Baden in Grotto Beach, Pinguine in Bettys Bay, Wale in Hermanus, Wessels Küstenwanderweg in Kleinmond, Sonnenuntergang von der Kogel Bay gesehen oder Fahrt durch die blumengesäumten Straßen des Weinlandes des Breederivertales.

Sicher ist ein solcher erlebter Tag ein Tag, der in ewiger Erinnerung bleibt.



Noch ein Hinweis, die Weingüter sind nicht aufgeführt damit man sie alle an einem Tage besucht, sondern damit man sich das eine oder andere für diesen Tag auswählen kann.

Diesmal betiteln wir die Bilder nicht im einzelnen. Wer den Text aufmerksam liest, kann die Bilder richtig zuordnen oder bleibt neugierig, bis er hier bei uns ist.

Auch auf Südafrikaurlaub - Forum gibt es einen Bericht dazu.