Unser Blog

Wir möchten mit dem Blog den Betrachtern unserer Webseite die Möglichkeit geben noch einiges mehr über Südafrika zu erfahren.

Berichte über unsere große Reise, Berichte über kleinere Ausflüge, Tagesausflüge von unserm Gästehaus Haus Perlenblick und auch die Gegend rund um Paarl werden hier beschrieben und bebildert.

Dieser Blog soll auch eine lebendigere Ergänzung zu unseren Themen Ausflüge und Tagestouren unserer Webseite sein und Lesern über eine längere Zeit unsere schöne Wahlheimat näher bringen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Verfolgen der Beiträge.

Alle die hier aufgeführten Ziele und Touren können Sie auch gern nach Anfrage mit Logbook Tours als geführte Reisen unternehmen.

Samstag, 30. April 2016

Von Cape Agulhas über Bredarsdorp, Napier, Elim ... nach Paarl, Teil 3

Es war Sonntag, der Abreisetag. Fast windstill und die Sonne ließ sich auch wieder sehen. So fuhren wir in aller Ruhe den Weg nach Bredasdorp. Es begann bald der Gottesdienst zu dieser Zeit in mehreren Kirchen  und so hörten wir das Läuten der Glocken. Wir schauten uns um, machten Bilder und bald begann ein Orgelspiel in einer kleineren Kirche. Ich lief hin, die Tür stand offen und verführte mich zum hineinschauen, nur kurz einen Moment. Ich wollte nicht stören. Es waren sehr viele Leute drin, alle fein gekleidet und der Pastor schaute nett und freundlich zu dem neugierigen Alten in der Tür, der aber gleich wieder verschwand.

Kurz darauf stimmten sie, von der Orgel begleitet ein Lied an. „Happy birthday to you ...“ was dann auf Afrikaans oder Deutsch „ Zum Geburtstag viel Glück ...“ wiederholt wurde. Das war eine besondere Überraschung für uns, die bekräftigte, dass über 30% der ersten Einwanderer, also der Buren Deutsche waren. Das ging doch etwas unter die Haut, dieses Lied in Begleitung der Orgel.
Wir hatten uns noch etwas im Ort umgesehen, einige Nebenstraßen durchfahren und machten uns dann auf den Weg nach Napier.

Durch hügliges Farmland mit Weiden und bestellten Getreideflächen kamen wir nach Napier. Kurz nach dem Ortseingang sahen wir das Denkmal für den großen Treck, der hier in Napier 1838 seine Spuren hinterließ. Ein Blick weiter sieht man die gewaltige Kirche des doch eher kleinen aber feinen Ortes. Wir bummelten noch die schöne Hauptstraße entlang und machten von den farbenfrohen Gebäuden einige Bilder und staunten nicht schlecht, was hier für den Touristen und Durchreisenden alles geboten wird.

Das Wetter war gut, der Tag noch jung und so beschlossen wir den Weg über Elim zu fahren. Elim ist ein absoluter ordentlicher und sauberer Ort. Auch hier war noch Gottesdienst und wir wanderten etwas umher, machten Fotos und waren beeindruckt. 1738 wurde dieser Ort von der Herrnhuter Brüdergemeinde gegründet. Gegenüber der Kirche erinnert ein Stein an die Abschaffung der Sklaverei 1834. Heute leben in Elim nur Coloureds, keine Weißen, keine Schwarzen. Sie leben vom lehren, lernen und arbeiten in verschiedenen Handwerksberufen, wie zum beispiel Tischler, Strohdachdecker, Farmer und Fleischer.


Der Weg führte und weiter nach Kleinbay, Hier war es sehr geschäftig, weil die Boote zum Haitauchen gerade ausliefen. 

 Gansbay, wo wir nochmals guten Fisch aßen und dann über Hermanus durch das "Hemel end Aarde" Tal nach Caledon und Franschhoek nach Hause fuhren. Kurz nach dem  Drakensteingefängniss, wo Nelson Mandela in die Freiheit entlassen wurde sahen wir noch die größte Decke der Welt ( Guinness Buch der Rekorde) topaktuell und waren gegen 17.00 Uhr wieder im Haus Perlenblick.

Ein sehr abwechslungsreiches, interessantes und eindrucksvolles Wochenende ging zu Ende. All diese Entdeckungen sind nur an einem Wochenende zu erleben. Welch eine tolle Gegend, wo wir leben.



Ein letztes Mal am Leuchtturm vorbei.

Die holländische reformierte Kirche von Bredasdorp.

Eine weitere Kirche zwei Strassen weiter.

Das Vortreckerdenkmal am Eingang zu Napier.

Die holländisch reformierte Kirche von Napier.

Ein uriger Pup und Restaurant.

Viele schöne Häuser gibt es entlang der Hauptstraße,

so zum Beispiel dieses.

Interessiert? Es steht zum Verkauf.

Eine andere Schönheit.

Auf dem Weg nach Elim.

Ein Missionarsdorf bis heute.

Die Kirche von Elim.

Gedenktafel zur Abschaffung der Sklaverei.

Haitauchen in Kleinbay.

Ein Boot verlässt gerade den Hafen.

Mittagessen in Gansbay am Hafen.

Abstecher in Stanford.

Die größte Decke der Welt, kreiert von Gefangenen.


Die ist richtig grooooß!




Freitag, 29. April 2016

Cape Agulhas, Arniston und Struisbaai, Teil 2

Am nächsten Morgen hatten wir uns Arniston oder Waenhuiskrans, wie es auch genannt wird, zum Ziel des Tages gesetzt.

Wir starteten relativ zeitig vom Gästehaus und machten auf dem Weg noch Fotos vom Schiffswrack, weil das Wetter wieder schön und sonnig war.

 In Arniston angekommen, folgten wir den Ausschilderungen  zur Höhle. Am Parkplatz waren schon einige Leute, bummelten aber noch rum. Wir folgten schnurstracks den Ausschilderungen, vorbei an einer großen Sanddüne hinauf auf die Klippen und dann den Weg hinab zum Meer. Wir beeilten uns, weil diese Höhle und die Gezeitenpoole nur bei Ebbe zu erreichen sind. Zuerst kamen wir zur ersten, kleinern Höhle und in der es an der Seitenwand eine Öffnung  zum Durchkriechen gab. Diese führte in eine zweite, richtig große Höhle. Wir waren vom Anblick begeistert, so groß hatten wir uns die Höhle nicht vorgestellt.  Da wir die Ersten waren, machten wir schnell unsere Photos, ehe all die anderen ankamen.  Ich wagte mich natürlich mal wieder zu nah ans Wasser heran, um ein tolles Photo vom Eingang zu machen und schon war ich bis an die Waden in der Welle. Jegliche Fluchtversuche waren zu spät.  Nun hieß es  für den Rest des Tages in pitschnassen Schuhen herumlaufen. 

Nachdem wir die Höhle verlassen hatten nahmen wir uns noch Zeit für die Gezeitenpoole, Ausspülungen im Felsen, die auch bei Ebbe noch Wasser haben. Wir entdeckten kleine Fische und Seeanemonen.  Weiter am Strand entlang entdeckten wir eine Brutkolonie von Kormoranen, denen wir eine ganze Weile bei ihren waghalsigen Landungen am Nest zuschauten.  Dann machten wir uns auf den Rückweg zum Auto.

Anschließend gingen wir auf Entdeckungstour nach Arniston. Am Hafen lagen einige Boot auf Reede, sonst war nichts los. Gleich hinter dem Hafen entdeckten wir eine Siedlung sehr alter Fischerhütten, die wir natürlich genauer durchwanderten.  Manche Hütte hatte schon bessere Zeiten gesehen.

Wir kreuzten noch etwas im Ort herum und begaben uns dann auf den Weg nach Struisbay. Unser Weg führte vorbei an Riedfeldern, aus denen die Dacheindeckung der Rieddächer gemacht wird. In Struisbay fuhren wir zum Hafen, weil der Anblick der bunten Fischerboote im azurblauen Meer jedesmal faszinierend ist.  Ein vor Anker liegendes Boot war  von Kormoranen als Ruheplatz auserkoren.  Als wir vom Bootssteg aus das Meer betrachteten, fielen uns plötzlich große dunkle, sich langsam fortbewegende Flecke im Meer auf.  Plötzlich kam ein Fleck näher und kam ein Stück aus dem Wasser heraus, um an einen Köderfisch  heran zu kommen. Wir trauten unseren Augen kaum, als wir erkannten, dass es sich um riesengroße Stachelrochen handelte.  Natürlich blieben wir noch lange am Bootssteg, um die Rochen zu beobachten. So etwas hatten wir noch nie in Natur zu Gesicht bekommen. Ein junger Mann erklärte uns, dass die Fischer immer ihren Fischabfall ins Meer kippen und die Rochen sich daran gütlich tun. Sie sind recht zahm und haben keine Angst vor Menschen.


Wir gingen noch etwas am Strand spazieren, sahen auf dem Rückweg nochmals die Rochen schwimmen und fuhren dann zurück zur Unterkunft. Da es noch nicht Abendessenzeit war, verbrachten wir die Zeit bis zum Sonnenuntergang mit einer Flasche Wein auf einer Bank am Strand. Ein wunderbarer, erlebnisreicher Tag ging langsam zu Ende. 



Auf dem Weg zur Höhle gibt es eine große Sanddüne.

Hinter dem Steinhaufen geht es hinab.

Die Gezeitenpoole vor den Höhlen.

Hier kommt bald die Flut herein.

Wunderschön ist es in der Höhle.

Tolle Farbenspiele an der Decke.

Die Höhle ist wirklich riesengroß.

Reimar geht auf dem Felsen bis zum Höhleneingang vom Meer her.

Ich interessiere mich mehr für die Buntheit der kleinen Wasserlöcher.

Nischen des Lebens.

Weiter am Strand entdecken wir eine Kormorankolonie.

Eng angeschmiegt an die Felsen.

Heute war Ruhetag am Hafen von Arniston.

Kassiesbaai

Eine Siedlung mit vielen alten Fischerhütten.

Das Material für die Rieddächer wächst hier.

Heute waren Kormorane die Besatzung der Boote.

Welch ein Anblick, Stachelrochen direkt vor uns.

Dieser hatte Appetit auf den Köderfisch.

Und schon verschwand er wieder. 

Feierabend am Meer.

Und ein schöner Sonnenuntergang.

Donnerstag, 28. April 2016

Cape Agulhas und Umgebung, Teil 1

Der südlichste Punkt des Afrikanischen Kontinentes war Ziel unserer Wochenendreise.

Wir waren schon oft als Tagesausflug von unserem Gästehaus aus am südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinentes, zum obligatorischen Photo am Markstein, kannten aber die Umgebung von Cape Agulhas nicht weiter. Das wollten wir genauer erkunden.

Am Freitag gegen 10.30 Uhr starteten wir und nahmen eine Strecke durch das größte zusammenhängende Weinbaugebiet Südafrikas. Eine schöne Fahrt entlang der Blumen gesäumten Straßen umgeben von Weinhängen und Kakiplantagen.

Gegen 14.30 Uhr erreichten wir den Leuchtturm von L´Agulhas. Hier haben wir das Museum angeschaut und sind auf den Turm gestiegen. Es war ein fürchterlicher Sturm an diesem Tag, was uns aber nicht davon abhielt, auch vom Außenbereich Fotos von dem umliegenden Gebiet zu machen. Der Sturm tobte als ablandiger Wind und es war ein besonderes Schauspiel, wie sich die Wellen gegen den Sturm aufbäumten und die Gischt auf das Meer zurück geblasen wurde.

Anschließend fuhren wir zum „Südlichsten Punkt“, was man auch vom Leuchtturm aus zu Fuß erreichen kann, doch der Wind peitschte die Sandkörner um die Ohren, dass wir lieber gefahren sind. Hier machten wir noch einige Fotos und fuhren dann in unsere Unterkunft nach Suiderstrand im „Agulhas National Park“. 

Was wir bisher nicht wussten, wenige Kilometer entfernt vom Treffpunkt des Indischen und Atlantischen Ozeanes kann man ein Schiffswrack sehr nahe am Strand sehen.  Wir fuhren unmittelbar daran vorbei auf dem Weg zur Unterkunft.

Am Abend in L´Agulhas sind wir in das „Zuidste Kaap Restaurant“  gefahren. Dort gab es selbstverständlich den Fang des Tages und das war Silberfisch. Ein tolles Restaurant mit einer separaten Bar. Es war schön dort.


Sturmgepeitschte See mit ablandigem Wind

Der Leuchtturm von Cape Agulhas.

Diese Galionsfigur bewacht ihn.

Eine steile Treppe führt hinauf auf den Turm.

Reimar ist gleich oben.

Eine tolle Aussicht erwartet uns.

Man könnte glauben, das ist der südlichste Punkt.

Aber er befindet sich weiter in dieser Richtung.

Reimar hat sich die Technik genauer betrachtet.

Der Antrieb der Lampe von Nahem.

Es gibt viele Leuchttürme in Südafrika.

Der Weg zum Gemarkungsstein des südlichsten Punktes.

Wir sind da bei stürmischer See.

Wenige Kilometer weiter entdecken wir dieses Wrack von der Meisho Maru 38.

Das Feuer lodert im Zuidste Kaap Restaurant.

Mich erfreut ein Aquarium.

Heute gibt es Fisch,

trotz dieser Verlockungen.